Ohr und Gehör

Die Ohren sind außerordentliche Organe, und Hören ist eine außergewöhnliche Fähigkeit. Hören ist größtenteils ein mechanischer Prozess, eine physikalische Bewegung. Der Ton, den Sie hören, besteht aus Schallwellen, die sich durch die Luft bewegen und Schwingungen produzieren, die für die Tonhöhe (höhere oder tiefere Töne) und Lautheit (lautere oder leisere Töne) verantwortlich sind.
Das menschliche Ohr

Wie das menschliche Gehör funktioniert
Das Ohr leitet die Schallwellen durch den Gehörgang zum Trommelfell, was dieses in ein leichtes Schwingen versetzt. Die Gehörknöchelchen funktionieren als Hebelsystem: Sie verstärken die Schwingungen und leiten sie an die Oberfläche der Hörschnecke im Innenohr weiter. Diese physikalischen Schwingungen erzeugen Druckwellen im Spiralschlauch der Hörschnecke, der mit Flüssigkeit gefüllt ist, und übertragen sie auf die äußerst feinen Haarzellen. Diese Bewegungen lösen am Fuß der Haarzellen einen Impuls aus, der in elektrische Signale umgewandelt wird. Diese können nun vom zentralen Gehör verarbeitet und als Klänge wie Sprache, Musik oder Geräusche interpretiert werden.
Das menschliche Ohr besteht aus folgenden Teilen:
- Äußeres Ohr, zuständig für die Erfassung und Weiterleitung der Schallwellen durch den Gehörgang zum Trommelfell. Es besteht aus der Ohrmuschel und dem Gehörgang.
- Mittelohr, in dem die drei Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel, die kleinsten Knochen im menschlichen Körper) die Schwingungen des Trommelfells auf das Innenohr übertragen.
- Innenohr, in dem die Hörschnecke (mit 15 000 Haarzellen) die mechanischen Wellen in elektrische Signale umwandelt, die vom Gehirn verarbeitet werden.





